Niedrige Zinsen machen Baudarlehen günstig. Bei Kreditverträgen, die vor 5 oder vor 10 Jahren geschlossen worden sind, sind die Zinsforderungen deutlich höher als bei einem Neuabschluss. Weil einmal geschlossene Verträge grundsätzlich ohne Rücksicht auf Veränderungen im Umfeld bis zum vereinbarten Beendigungstermin fortbestehen, wünschen sich viele Kreditnehmer eine Gelegenheit, den alten, teuren Vertrag vorzeitig zu beenden. Wenn im Vertrag eine vorzeitige Ablösung des Kredits gestattet wird, verlangen die Banken allerdings in der Regel die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung. Kreditnehmer, die ihren Kredit vor Vertragsende abgelöst haben, können von Banken geforderte Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern, wenn sie als Verbraucher bei Vertragsabschluss durch das Bankinstitut nicht ordnungsgemäß über ihre Widerrufsrechte aufgeklärt worden sind. Organisationen, die sich dem Schutz von Verbrauchern im alltäglichen Wirtschaftsleben verschrieben haben, haben festgestellt, dass diejenigen, die ihre Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern wollen, besonders bei Verträgen, die zwischen 2002 und 2009 geschlossen worden sind, gute Erfolgsaussichten haben.

Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern schreckt manche Bankkunden ab

Bankgeschäfte und rechtliche Angelegenheiten haben in den Augen vieler Bürger eine eher unangenehme und abschreckende Ausstrahlung. Es handelt sich in beiden Fällen um Gebiete, auf denen sich auch der hinreichend gebildete, mit beiden Beinen im Leben stehende Mensch schnell hilflos und ausgeliefert fühlt. Deshalb verspüren viele Kreditnehmer, die eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern könnten, eher das Bedürfnis, sich ohne Widerspruch den Ratschlägen und den Weisungen von Personen, die ihnen gegenüber als Finanzierungsexperten auftreten, anzuschließen. Manche dieser Experten sind, wenn sie als Bankberater auftreten oder als Vermögensberater, jedoch eher Teil des Problems als Teil der Lösung. Wann der Verbraucher als Kreditnehmer im eigenen Interesse umschulden und eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern sollte, kann ihm nur ein wirklich unabhängiger, aber fachkundiger Berater erklären. Solche Berater finden alle, die eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern wollen, bei PARUG, einem Zusammenschluss von Fachleuten rund um Recht und Geld.

Hier fordern Sie Ihre Vorfälligkeitsentschädigung zurück

Berater, die entweder bei den Bankinstituten, in deren Interesse sie handeln, fest angestellt sind, oder zu den Banken in ständigen Geschäftsbedingungen stehen und von gezahlten Provisionen leben müssen, raten vom Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern im Hinblick auf eigenen Profit häufig ab. Anstatt im Rahmen einer vollständigen Nachberatung zur Finanzierung die Möglichkeit, eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern zu können, ausführlich zu besprechen, werden notwendigen Hinweise auf Verbraucherrechte in manchem Beratungsgespräch nur am Rande behandelt. Viele Verbraucher, die einen Baukredit bedienen, wissen deshalb nicht, dass sie die von der Bank verlangte Vorfälligkeitsentschädigung umgehen könnten.

Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern oder nicht: Am Vertragsschluss beteiligte Personen sehen das unterschiedlich

Wenn ein Kreditvertrag abgeschlossen wird, sind in der Regel drei Personengruppen beteiligt, die den Ablauf aus jeweils unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachten. Wer eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern will, muss wissen, wer der richtige Ratgeber für ihn ist. Die Interessen der Beteiligten schließen einander teilweise aus. Will ein Kreditnehmer eine vertraglich vereinbarte Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern, sollte er sich zum besseren Verständnis der Vorgehensweise in die jeweilige Interessenlage seiner Verhandlungspartner einfühlen.

 

Der Kreditnehmer

Der Kreditnehmer, der die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern will, ist privater Bankkunde und benötigt in absehbarer Zeit zusätzliches Geld. Er hat ein Projekt vor Augen, das ihm wichtig ist. Vielleicht will er ein Haus bauen, oder er will ein neues Auto kaufen. Möglicherweise will er seine eigenen Ideen endlich kreativ verwirklichen zu können. Zur Sicherung seines Darlehens ist er bereit, Sicherheiten in Form von Grundschulden oder Bürgschaften von Angehörigen beizubringen. Eine solide aber trotzdem günstige Finanzierung ist für ihn existenziell wichtig. Kann er bei der Finanzierung die Vorfälligkeitsentschädigung einsparen und dadurch Kosten senken, erreicht er sein Ziel schneller.

 

Das Bankinstitut

Das Bankinstitut arbeitet professionell mit Geld. Es soll einem Verbraucher ein Darlehen oder einen Kredit gewähren und will dabei Rendite erwirtschaften. Dieses Ziel wird in Frage gestellt, wenn Kunden eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern wollen. Als handelnde Personen werden auf Seiten des Bankinstitutes Bankangestellte sichtbar, die Fragen stellen, Unterlagen und Nachweise fordern und die vom Kunden angebotenen Sicherheiten prüfen. Die Bank ist daran interessiert, dass nicht nur der Vertragsabschluss, sondern auch die Vertragsdurchführung möglichst reibungslos verläuft. Wer eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern will, nachdem er umgeschuldet hat, der stört den geordneten Ablauf. Die Bank will mit der Gewährung von Krediten Geld verdienen. Deshalb muss sie denen, die, Vorfälligkeitsentschädigungen zurückfordern, entgegentreten Erst die Zahlung eines bei Vertragsabschluss festgesetzten Zinssatzes über die komplette Laufzeit hinweg macht das Geschäft für die Bank interessant.

 

Der Finanzberater

Der Finanzberater befindet sich in der schwierigsten Interessenlage. Er verdient dadurch sein Geld, dass er Kunden dazu veranlasst, Finanzierungs- und Anlagemodellen beizutreten und entsprechende Kreditverträge abzuschließen. Seine Provision erhält er immer dann, wenn er an einem Vertragsabschluss mitwirkt. Die Höhe der Provision berechnet sich nach der Höhe des Kreditvolumens. Kommt es während der Vertragslaufzeit zu rechtlichen Problemen, die bis zur Aufhebung des Vertrages führen, kann der Berater seinen Provisionsanspruch nachträglich verlieren. Also muss er die Interessen der Bank im Auge behalten. Auf der anderen Seite wird ein Kunde, der seinen alten Kreditvertrag beendet hat und die Vorfälligkeitsentschädigung zurückverlangt, möglicherweise einen neuen Kreditvertrag zu günstigeren Konditionen abschließen wollen, der wiederum Provision bringt. Spricht sich unter den möglichen Kunden herum, dass ein Berater schlecht, unvollständig und nur im eigenen Interesse und im Interesse der Banken berät, wird er keine neuen, interessanten Kunden mehr finden. Er muss also die Interessen beider Parteien bedienen. Wird er nicht nur als allgemeiner Vermögensberater tätig, sondern als besonders qualifizierter Fachexperte für Baufinanzierungen, kann ihn sogar eine rechtliche Nachinformationspflicht darüber, dass Kunden möglicherweise einen Anspruch auf nachträglichen Widerruf von Kreditverträgen und darauf, dass sie bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen zurückfordern können, treffen.

Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern aufgrund verbraucherschützender Rechtsgrundlagen

Alle mit den Banken abgeschlossenen Darlehens- oder Kreditverträge unterliegen den gesetzlichen Bestimmungen des im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zusammengefassten allgemeinen Vertragsrechts. Zu den grundlegenden gesetzlichen Bestimmungen, die in Deutschland im Bürgerlichen Gesetzbuch aufgeführt sind, gehören seit der letzten schuldrechtlichen Gesetzesreform von 2002 auch spezielle Regelungen, die Rechte von Verbrauchern sichern. Bei der Umsetzung der EG-Richtlinie zum Kauf von Verbrauchsgütern hatte sich der deutsche Gesetzgeber dazu entschieden, Regelungen aus einzelnen Gesetzen, beispielsweise aus dem Haustürwiderrufsgesetz, in das BGB aufzunehmen. Die dort enthaltenen Regelungen über die Widerrufbarkeit einer auf Vertragsabschluss gerichteten Erklärung wurden entsprechend der europarechtlichen Vorgaben auf alle Fälle der Verbrauchsgütergeschäfte ausgedehnt.

Widerrufsrecht besteht seit 2002 bei Kreditverträgen auch ohne „Überrumplung an der Haustür“

Im Zusammenhang mit der Einräumung eines Widerspruchsrechts wurden Fordern Sie Ihre Vorfälligkeitsentschädigung nach Haustürgeschäften zurückinsbesondere die Anforderungen an die Widerrufsbelehrung bei Verträgen mit Verbraucherbeteiligung konkretisiert. Es wurden sogar Formulare zur Verfügung gestellt, um gewerblichen Verwendern die Einhaltung der Belehrungsverpflichtungen zu erleichtern. Ein Verbraucher kann seit 2002 seine auf Abschluss eines Kreditvertrages gerichtete Willenserklärung grundsätzlich widerrufen, ohne das er, wie vorher notwendig, eine „Überrumplungssituation“ an der „Haustür“ nachweisen muss. Bei fehlerhafter Belehrung kann der Verbraucher eine vereinbarte Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern. Viele große Bankunternehmen nutzten die vorformulierten Muster beim Abschluss von Kreditverträgen, änderten das Formular aber im Detail etwas ab. Bei gerichtlichen Überprüfungen stellte sich dann heraus, dass die Standardformulierungen den gesetzlichen Anforderungen aufgrund der Formularänderungen nicht mehr standhalten konnten. Mehrere Entscheidungen des Bundesgerichtshofs gaben dem Verbraucher, der einen Kreditvertrag abgeschlossen hatte, deshalb die Möglichkeit, den Vertrag zu widerrufen. Im Jahr 2009 wurden die gesetzlichen Regelungen zur Widerrufsbelehrung erneut konkretisiert.

Zwischen 2002 und 2009 waren viele Widerrufsbelehrungen fehlerhaft, so dass Verbraucher Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern können

Bis heute stellt sich die rechtliche Situation für alle, die im Zeitraum zwischen 2002 und 2009 Bankdarlehen, beispielsweise einen Hausbaukredit, aufgenommen haben, aufgrund verbraucherfreundlicher Entscheidungen der höchsten deutschen Zivilrichter deshalb recht günstig dar. Wo nicht ordnungsgemäß über den Beginn einer Widerrufsfrist belehrt worden war, besteht das Widerrufsrecht uneingeschränkt fort und kann jederzeit geltend gemacht werden.

Grundsätzliche Voraussetzung für die Ausübung des Widerrufsrechts, ist der konkrete Hinweis darauf, dass die im Vertrag enthaltene Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist. Niemand darf davon ausgehen, dass alle von Banken verwendeten Widerrufsbelehrungen automatisch falsch sind. Entscheidende Fehler, die eine Widerrufsbelehrung hinfällig werden lassen, sind von juristischen Laien nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen. Ein fachkundiger Jurist, der beim, Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern hilft, kennt die einschlägige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Eine korrekte Belehrung muss den Hinweis enthalten, dass dem Darlehensnehmer nach Unterzeichnung des Darlehensvertrages ein Widerrufsrecht zusteht. Zusätzlich muss angegeben werden, innerhalb welcher Frist das Widerrufsrecht in welcher Weise geltend gemacht werden soll. Schließlich ist auch eine Angabe dazu vorgeschrieben, wann die Widerrufsfrist zu laufen beginnt. Wird der Fristbeginn mit „frühestens“ bezeichnet, ist das nach Ansicht der höchsten Zivilrichter in Deutschland eine zu ungenaue Angabe und führt dazu, dass die Belehrung insgesamt unwirksam wird. Ist die Belehrung unwirksam, gilt sie als nicht erfolgt. Eine nicht erfolgte Widerrufsbelehrung hat rechtlich die Folge, dass das Widerrufsrecht unbefristet weiterbesteht.

Vertrag widerrufen und Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern setzt sorgfältige Einzelfallprüfung voraus

Wenn eine Privatperson einen Bankkredit in Anspruch nimmt, kann das verschiedene Gründe haben. Menschen, für die Ortsverbundenheit und Beständigkeit wichtige Lebensprinzipien sind, streben danach, sich ein eigenes Haus zu bauen oder ein ausbaufähiges Objekt zu erwerben. In den Städten sind Eigentumswohnungen begehrt. Andere Privatpersonen suchen nach gewinnbringenden Anlagemöglichkeiten und lassen sich dabei von den Ideen ihres Vermögensberaters leiten. Viele Kreditnehmer müssen sparen und nehmen deshalb günstigere Umschuldungsmöglichkeiten wahr, wenn sie eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern können.
Weil Kreditvereinbarungen meistens eine Laufzeit von mehreren Jahren haben, sich die Verhältnisse an den Geldmärkten im heutiger Zeit aber ständig verändern, gibt es Zeiten, in denen die Kreditnehmer mit den Kreditbedingungen, die sie vor Jahren als angemessen empfanden, nicht mehr zufrieden sind. Die Kreditzinsen sind bei heute abgeschlossenen Verträgen deutlich günstiger, als sie es bei Verträgen sind, die schon 5 oder 10 Jahre bestehen. Aufmerksame Kreditnehmer würden deshalb die weniger vorteilhaften, bestehenden Kreditverpflichtungen gerne beenden und einen neuen Vertrag zu besseren Zinsbedingungen abschließen. Um die Kunden im Vertrag zu halten oder sich wenigstens den Zinsgewinn zu sichern, vereinbaren Banken gerne eine Verpflichtung zur Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung. Wenn bei vorzeitiger Ablösung des Kredites eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden muss, wird dadurch der zu erlangende Zinsvorteil beeinträchtigt. Wer die gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung umgehen kann, befindet sich in einer komfortablen Situation.

Vorfälligkeitsentschädigung zurückverlangen, weil die Bank eine falschen Widerrufsbelehrung verwendete, ist kein Trick sondern Wahrnehmung von Verbraucherrecht

Entgegen den reißerischen Formulierungen in manchen Veröffentlichungen handelt es sich bei Ratschlägen für Kreditnehmer, die eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern nicht um Weitergabe von „Tricks“, sondern um seriöse, mit der Rechtsordnung in Einklang stehende Handlungen. Wenn Kreditnehmer ihre Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern, weil sie bei Abschluss des Kreditvertrages nicht ordnungsgemäß, wie in den gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen, über ihr Widerrufsrecht belehrt worden sind, nehmen sie lediglich Verbraucherrechte wahr. Weil die betroffenen Bankinstitute das Vorhandensein von Fehlern in den von ihnen benutzten Widerrufsbelehrungen gerne in Abrede stellen, ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig Hilfe von Fachleuten zu suchen. Die juristisch und wirtschaftlich gebildeten Fachleute von PARUG sind keine Rechtsanwälte. Sie unterliegen deshalb nicht den Berufsregeln für Anwälte, zu denen das generelle Verbot eines Erfolgshonorars zählt. Die kompetenten Helfer von PARUG, die mit fachbezogen arbeitenden Rechtsanwaltskanzleien vernetzt sind, können deshalb anbieten, dass ihre Bemühungen nur dann kostenpflichtig werden, wenn Kreditnehmer mit ihrer Hilfe tatsächlich ihre Vorfälligkeitsentschädigung vermeiden konnten.

Hier fordern Sie Ihre Vorfälligkeitsentschädigung zurück oder vermeiden diese

Bankinstitute argumentieren dann, wenn ihnen eine Widerrufserklärung zugeht und Kunden ihre Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern, gerne damit, dass die von ihnen verwendeten Klauseln nicht fehlerhaft seien, weil sie eine offizielle Formularklausel benutzt hätten, die gemäß § 14 Absatz 1 BGB-InfoV in ihrem rechtlichen Bestand geschützt sei. Dabei übersehen sie jedoch, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH XI ZR 349/10) schon kleine formelle Änderungen an den verwendeten Formularen ausreichen, um die Schutzwirkung der Verordnung in einem Einzelfall außer Kraft zu setzen. Da hier juristischer Überblick notwendig ist, um Fehler zu vermeiden, die sich später nachteilig auswirken könnten, ist es dem juristischen Laien nicht zu empfehlen, sich bei der Bank alleine um die Vertragsaufhebung zu bemühen.

Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern oder mit der Bank über Einigungsmöglichkeiten verhandeln

Die am Abschluss des Kreditvertrages beteiligten Parteien sollten, auch wenn sie die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern wollen, vor einer Entscheidung über den Widerruf des Vertrages eine wirtschaftliche Wahrscheinlichkeitsrechnung anstellen. Aufgrund der sich dabei zeigenden finanziellen Chancen und Risiken beim Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern kann der in Geldfragen und Recht erfahrene Experte ein Vergleichsgespräch mit der Bank anregen. Der individuellen Risikobewertung liegt jeweils eine Einschätzung der rechtlichen Erfolgsaussichten des Widerrufes zugrunde. Der von den Justitiaren der Bank angesetzten Wahrscheinlichkeit, dass die verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft sein könnte, sollte der Kunde nicht nur die eigene Hoffnung, seine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern zu können, sondern eine ausführliche fachjuristische Beurteilung entgegenhalten. Es geht nämlich bei der Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern um viel Geld. Wird ein Klageverfahren eingeleitet, ohne dass die notwendige Aussicht darauf besteht, die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern zu können, trifft den Kläger das Prozesskostenrisiko. Der Gegenstandswert eines solchen Verfahrens richtet sich meistens nach dem Gesamtvolumen des Kredites, ist also recht hoch. Entsprechend hoch fallen auch die zu berechnenden Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren aus, die nach zivilprozessualen Regeln die im Prozess unterlegene Partei zu tragen hat.

Erfolgswahrscheinlichkeiten dafür, Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern zu können, realistisch einschätzen

Bei regulärer Abwicklung erhält die Bank die Rückzahlung des noch offenen Restkapitals und wird gegebenenfalls durch eine Vorfälligkeitsentschädigung vor dem Verlust zu erwartender Zinseinnahmen geschützt. Ist der Widerruf rechtlich zulässig, reduziert sich die zu erwartende Vorfälligkeitsentschädigung auf „0“. Wurde bereits eine Zahlung geleistet, kann der Kreditnehmer die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern. Aus der Sicht des Kreditnehmers steht der Rückzahlungsverpflichtung im Falle eines rechtsgültigen Widerrufes ein Zinsgewinn gegenüber. In den vergangenen 10 Jahren haben sich die Zinsen für Baukredite immerhin von 5 % auf 1,6 % bis 2,0 Prozent abgesenkt. In Fällen, in denen kein Widerruf zulässig ist, weil sich bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung herausstellt, dass die Widerrufsbelehrung nicht unzulässig war, würde diesem Vorteil eine Vorfälligkeitsentschädigung gegenüberstehen, die den wirtschaftlichen Sinn der Transaktion in Frage stellen könnte. Bei korrekter Widerrufsbelehrung kann der Kreditnehmer nach Ablauf der Widerrufsfrist weder den Vertrag widerrufen noch die Vorfälligkeitsentschädigung für sich beanspruchen.

 

Verteilen sich die Risiken auf beide Parteien, sollte der Kreditnehmer erst Vergleichsverhandlungen beginnen und erst nach deren Scheitern die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern. Die Experten von PARUG stehen dem Verbraucher, der eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern will, mit ihrer fachlichen Erfahrung zur Seite, ohne dass eine Vorschusszahlung fällig wird. Ihre realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten eines Prozesses, durch den der Kreditnehmer die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern kann, wird durch die enge Vernetzung mit im Fachgebiet tätigen Rechtsanwälten erzielt. Grundsätzlich kann auch ein berufserfahrener Rechtsanwalt nicht mit absoluter Sicherheit voraussagen, wie ein Gericht entscheiden wird. Richter sind in ihrer Meinungsbildung und Urteilsfindung frei und unterliegen keiner Aufsicht. Die Freiheit der richterlichen Entscheidung gehört zu den Grundsätzen der Verfassung. Weil zudem kein Rechtsfall dem anderen vollkommen gleicht, kann lediglich vermutet werden, wie eine gerichtliche Entscheidung ausfällt. Eine sichere Vorhersage kann derjenige, der seine Vorfälligkeitsentschädigung zurückverlangen möchte, nicht erwarten.

Hier Vorfälligkeitsentschädigung berechnen und zurückfordern
Kreditvertrag nach Widerruf abwickeln oder Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern

Steht dem Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, kann er durch die entsprechende Erklärung den Vertrag in seiner Gesamtheit aufheben. Die Folge des Widerrufes ist, dass der Vertrag von Anfang an als nicht abgeschlossen gilt. Nach aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs vom 19.01.2016 (BGH XI ZR 103/15) gilt die Aufhebungswirkung sogar dann, wenn die Bank in der Zwischenzeit wegen Zahlungsverzug des Kreditnehmers eine Kreditkündigung ausgesprochen hat. Auch in diesem Fall kann die Bank nach Ansicht der Richter keine Vorfälligkeitsentschädigung an die Stelle einer konkreten Schadensberechnung setzen. Betroffene Kreditnehmer können die nach Vertragskündigung von der Bank vereinnahmte Vorfälligkeitsentschädigung vermeiden.

 

Die Rückabwicklung eines Kreditvertrages stellt sich verhältnismäßig einfach dar, wenn der Widerruf zeitnah nach dem Vertragsabschluss erklärt wurde. Ist der Widerruf jedoch aufgrund des Fehlens oder der Fehlerhaftigkeit der Widerrufsbelehrung noch viele Jahre nach Vertragsabschluss zulässig, müssen alle bereits geflossenen Leistungen zurückerstattet werden. Es wird die Situation wieder hergestellt, die bestanden hätte, wenn der Vertrag nicht geschlossen worden wäre. Gezogene Nutzungen sind zu erstatten, so dass die Bank die vereinnahmten Zinsen nicht zurückzahlen muss. Der Kreditnehmer kann eine möglicherweise verlangte Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern. Die Erwartung zukünftiger Zinsen wird jedoch nicht geschützt. Von der Unwirksamkeit des Vertrages sind sämtliche mit ihm verbundenen Erklärungen betroffen. Auch die Vereinbarung einer Vorfälligkeitsentschädigung gehört zu den Vereinbarungen, die keinen Bestand mehr haben.

 

Wer einen Kreditvertrag, den er mit einem Bankinstitut abgeschlossen hat, widerruft, muss sich darauf einstellen, die an ihn bereits ausgezahlte Kreditsumme kurzfristig zurückzuzahlen. Die Bank müsste im Gegenzug alle bereits geleisteten Tilgungszahlungen des Kreditnehmers an diesen zurückerstatten. Eine Vorfälligkeitsentschädigung als Ausgleich für den Ausfall der erwarteten Zinseinnahmen steht der Bank nach dem Widerruf der auf Vertragsabschluss gerichteten Erklärungen nicht zu. Der Kreditnehmer kann die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern, wenn er eine solche bereits geleistet hat.

Strategische Überlegungen vor Widerruf des Vertrages und der Entscheidung, ob man Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern soll

Vor der Abgabe einer Widerrufserklärung ist es unbedingt erforderlich, die Abwicklung vorauszuplanen und auch mögliche rechtliche Risiken einzuschätzen. Kein Kreditnehmer, der seine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern will, sollte damit rechnen, dass sein Kreditinstitut die Widerrufserklärung ohne den Versuch einer rechtlichen Gegenwehr akzeptieren wird. Immerhin geht es für die Bank bei jedem Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern darum, den gesamten wirtschaftlichen Nutzen des Kreditvertrages aufgeben zu müssen. Es kann also nicht verwundern, dass die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zur Unwirksamkeit von Widerrufsbelehrungen und zur Unwirksamkeit von Vorfälligkeitsentschädigungsvereinbarungen bei den Banken nicht auf Zustimmung stößt. Die bei den Banken angestellten Justiziare argumentieren gerne, dass niemand die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern könne, wenn ein Kreditvertrag seit Jahren besteht und entsprechend bedient wurde. Das Widerrufsrecht könne durch jahrelange unbeanstandete Durchführung des Vertrages verwirkt werden. Dieser Ansicht haben sich die deutschen Zivilgerichte in den oberen Instanzen bisher nicht angeschlossen. Von Seiten des Gesetzgebers gibt es jedoch inzwischen konkrete Bestrebungen, die zeitlich unbegrenzte Geltung des Widerspruchsrechts zu beenden. Wer eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern möchte, sollte sich bald dazu entschließen. Die Fachleute von PARUG überprüfen gerne, welcher Vertrag die Voraussetzungen dafür, eine Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern zu können, erfüllt.

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